Transformation in die Arbeitswelt 4.0

Die Studie zeigt, dass 58 Prozent der Unternehmen die Mitarbeitenden in der Gestaltung der Arbeitswelt 4.0 nicht mit einbinden. Foto: Lycs, Unsplash
Die Studie zeigt, dass 58 Prozent der Unternehmen die Mitarbeitenden in der Gestaltung der Arbeitswelt 4.0 nicht mit einbinden.
Foto: Lycs, Unsplash

Die Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW zeigt, dass die Arbeitswelt 4.0 wichtiger Bestandteil der digitalen Transformation von Unternehmen ist. 88 Prozent der beteiligten Unternehmen sind an der Transformation ihrer Arbeitswelt, aber nur rund die Hälfte dieser Unternehmen binden dabei ihre Mitarbeitenden in den Prozess ein.

 

Nach der ersten grossen Schweizer Studie zur digitalen Transformation im Jahr 2017 liegt  seit November 2019 der zweite Forschungsband zur Arbeitswelt 4.0 vor. Autoren der Hochschule für Wirtschaft FHNW und der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW sowie der Future Work Group untersuchten den Stand der Arbeitswelt 4.0 durch eine breit angelegte Studie mit 1’144 Teilnehmenden.

Zentrale Erkenntnisse der Studie

  • Nur 12 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits ein fortschrittliches Stadium in der Arbeitswelt 4.0 erreicht; 45 Prozent der Unternehmen befinden sich gerade in der Transformation und 43 Prozent stehen noch am Anfang.
  • 76 Prozent der Unternehmen verfügen über keine Strategie zur Arbeitswelt 4.0 oder diese ist den Mitarbeitenden nicht bekannt.
  • 58 Prozent der Unternehmen binden die Mitarbeitenden in der Gestaltung der Arbeitswelt 4.0 nicht mit ein.
  • Die grössten Barrieren für Unternehmen sind das fehlende Wissen/Know-How (42 Prozent), bestehende, teilweise starre Führungs- und Organisationsstrukturen (41 Prozent) und Konflikte mit anderen Unternehmensprioritäten (35 Prozent).
  • Die wichtigsten Gründe für die Arbeitswelt 4.0 sind der Innovationsdruck (66 Prozent), eine bessere interne Kommunikation (64 Prozent) und das Erlangen von mehr Flexibilität (55 Prozent).

Die Studie zeigt, dass die Arbeitswelt 4.0 Bestandteil der digitalen Transformation von Unternehmen ist. Die Arbeitswelt 4.0 kann als strategische Initiative beschrieben werden, welche die Potenziale von optimierten Prozessen, der Automatisierung, verstärkter Zusammenarbeit und Vernetzung sowie beim Einsatz von Technologien im Kontext von Menschen und besonders Mitarbeitenden freisetzt. Dabei stehen die drei Dimensionen People (Mitarbeitende), Place (Arbeitsumfeld) und Technology (Technologien) im Zentrum der Arbeitswelt 4.0.

Gemäss Studienleiter Prof. Dr. Marc K. Peter vom Institute for Competitiveness and Communication der Hochschule für Wirtschaft FHNW hat jede Dimension ihre Besonderheiten. In der People-Dimension werden die Themen der Unternehmens- und Führungskultur, der Zusammenarbeit, Arbeitgebendenreputation sowie Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden hoch gewichtet. Im modernen Arbeitsumfeld (Place) ist das Bedürfnis nach flexiblen Arbeitszeiten vorhanden und in der Technologie-Dimension (Technology) unterstützen gezielte Hardware- und Software-Investitionen die Transformation in die Arbeitswelt 4.0.

Download Studie Arbeitswelt 4.0

Download Praxisleitfaden Arbeitswelt 4.0