Wie die Branche reagiert

BAG: So schützen wir uns.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat der durch das neue Coronavirus verursachten Krankheit am 11. Februar 2020 einen offiziellen Namen gegeben: COVID-19, kurz für «Coronavirus Disease 2019». Ein wöchentlicher Report zur Ausbreitung ist hier zu finden.
Darüber, wie die Krankheit die Menschen und Firmen bei ihrer Arbeit beeinflusst, geben wir hier einen Überblick. Zudem haben wir hier Informationsmaterial und Links zu relevanten Stellen zusammengestellt, die laufend aktualisiert werden.

 

Stimmen und Reaktionen aus der Branche

Klaus Schneider, Geschäftsführer Keramik Laufen AG und Similor AG. Foto: zvg
Klaus Schneider, Geschäftsführer Keramik Laufen AG und Similor AG. Foto: zvg

– Welche Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie befürchten Sie für Ihr Unternehmen?
Die Situation mit dem Corona-Virus zeigt uns die Kehrseite der Globalisierung auf. Anfangs Jahr sind wir noch von einem leicht rückgängigen Markt auf hohem Niveau ausgegangen. Aufgrund der heutigen Situation dürfte das Jahr 2020 für alle Marktteilnehmer ein schwieriges Jahr werden. Unsere beiden Werke sowie die Logistik sind nach wie vor im Betrieb. Die Coronavirus-Pandemie kann jedoch aufgrund von Umständen, die ausserhalb unseres Einflussbereiches liegen, sehr wohl Auswirkungen auf unsere Produktion haben. Zum Beispiel, wenn sich aufgrund einer Unterbrechung der globalen Lieferkette produktionstechnisch benötigte Materialien nicht mehr beschaffen lassen.

– Wie gehen Sie in Ihrem Unternehmen mit dieser Situation um?
Wir haben frühzeitig ein Krisenmanagement aufgezogen und die Massnahmen mit den Empfehlungen vom BAG sowie interne Konzernrichtlinien konsequent umgesetzt. Dies betrifft die Hygiene, Messeverbote, Reiseeinschränkungen, Erstellung und Implementierung eines Pandemie-Planes (u.a. Aufrechterhaltung und Versorgung der Produktion), wo möglich Home-Office für unsere Mitarbeitenden und vieles mehr.

– Haben Sie bereits spezielle Vorkehrungen getroffen?
Wir haben alle Vorkehrungen getroffen, um die Lieferfähigkeit unserer Produkte weiterhin zu gewährleisten. Dazu haben wir ein Team gebildet, das laufend die aktuelle Situation beurteilt und die nötigen Schritte in die Wege leitet. Unser Einkaufs-Team steht seit Wochen in engem Kontakt mit unseren Lieferanten, um die Versorgung bestmöglich sicher zu stellen.

www.laufen.ch

 


Möchten Sie Ihre Meinung zur aktuellen Situation mit der Branche teilen, wenden Sie sich an bitte an die Redaktion: start@medesco.ch


 

Relevante Informationen

Schutz der Arbeitnehmenden vor dem Coronavirus auf Baustellen
Das SECO hat ein Merkblatt zum Schutz der Mitarbeitenden vor dem Coronavirus verfasst. Für die Checkliste wurde in Zusammenarbeit mit der Suva eine Liste erstellt.

Informationen vom Bundesamt für Gesundheit (BAG):
Welches sind Krankheitssymptome von COVID-19, wie kann die Krankheit verlaufen? Kann man sie behandeln? Und wo ist das neue Coronavirus erstmals aufgetreten? Hier erfahren Sie es.

Factsheet der Verbände SIA und usic

Infoblatt über das Coronavirus vom Verband suissetec

Arbeiten im Home-Office

Eine empfohlene Produkteliste vom Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich für die digitale Zusammenarbeit. Auch ein Merkblatt für IT-Verantwortliche steht zur Verfügung. Ein zusätzliches Dokument ist dem Thema Cloudspeicher gewidmet, wie Dropbox, Google Drive und weitere Dienste. Eine ähnliche Analyse gibt es für Kommunikations-Tools wie Facebook Messenger, Signal oder Skype.

Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) des Bundes hat sich dem Thema Home-Office gewidmet und dafür einen Leitfaden für den sicheren Umgang mit Fernzugriffen publiziert.

Auch das SANS-Institute, eine US-Genossenschaft für Cyber-Security-Ausbildungen, hat eine Checkliste in Deutsch für das Arbeiten im Home-Office herausgegeben.

Mitglieder des Vereins ISSS (Information Security Society Switzerland) haben sich bereit erklärt, KMU in der Corona-Krise in Sachen Security unter die Arme zu greifen, und zwar gratis. Unter diesem Link hat der Verein, der mehr als 1100 Mitglieder zählt, die entsprechende Liste von hilfswilligen Experten publiziert.

Informationen über die Verbreitung

Das Coronavirus breitet sich in Europa rasant aus. Um die Krankheit einzudämmen, müssen Verdachtsfälle möglichst früh identifiziert werden. Zu diesem Zweck haben junge Forscherinnen und Forscher – im Austausch mit der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern – eine Daten-Plattform kreiert. Sie soll es ermöglichen, Informationen über Covid-19 direkt aus der Bevölkerung zusammenzutragen. In kürzester Zeit soll so eine regionale Karte der potenziellen Gefahrenherde entstehen.
www.covidtracker.ch

Der Informatiker Daniel Probst veröffentlicht eine Live-Statistik zu den Fallzahlen der Corona-Pandemie in der Schweiz. Die von den Kantonen erhobenen Zahlen zu Infektionen und Todesfällen werden dort ins Verhältnis mit der Gesamtbevölkerung und der Entwicklung im Ausland gesetzt.
www.corona-data.ch