Neue Sharing-Plattform ermöglicht Schnelllade-Hubs für LKW

Ab 1. Mai 2026 können sich Logistiker mit Ladeinfrastruktur oder Bedarf für ihre Flotten bei Depotcharge in der Schweiz registrieren. Foto: Utopiacharge
Ab 1. Mai 2026 können sich Logistiker mit Ladeinfrastruktur oder Bedarf für ihre Flotten bei Depotcharge in der Schweiz registrieren. Foto: Utopiacharge

Am 1. Mai 2026 startet mit Depotcharge in der Schweiz eine neue Sharing-Plattform, die Unternehmen den gemeinsamen Zugriff auf ihre Ladepunkte eröffnet. Depotcharge ist ein Produkt der Evolve Energy GmbH. Der Schweizer Rollout erfolgt im Rahmen eines gemeinsamen Projekts von Repower, DPD, G. Leclerc Transport AG und Evolve Energy, das als Massnahme in die Roadmap Elektromobilität 2030 des Bundesamts für Energie eingebettet ist.

Die Elektrifizierung von LKW-Flotten schreitet in der Schweiz rasch voran, doch die neu entstehende Ladeinfrastruktur bleibt heute häufig unter ihrer möglichen Auslastung. Gleichzeitig laden Flottenbetreiber an öffentlichen Ladesäulen zu Preisen, die meist deutlich teurer sind als am Depot. Um diese Lücke zu schliessen, starten Repower, DPD und G. Leclerc Transport gemeinsam mit Evolve Energy den Schweizer Rollout von Depotcharge/Utopiacharge.

Das Prinzip der Sharing-Plattform ist einfach: Depotcharge ermöglicht Unternehmen der Schwerverkehrs- und Logistikbranche, ihre Ladepunkte gemeinsam zu nutzen. Nicht ausgelastete Ladeslots können anderen registrierten Flottenbetreibern zur Verfügung gestellt werden. Diese schliessen mit den Standortbetreibern Nutzungsvereinbarungen, buchen die gewünschten Zeitfenster und erhalten Zugang zu den Ladepunkten. Zugangszeiten und Preise legen die Standortbetreiber individuell fest. Depotcharge übernimmt Zugangsabwicklung, Reservierung und vollautomatisierte Abrechnung. Die Plattform ist herstellerunabhängig und lässt sich in 1 bis 2 Wochen in bestehende Ladeinfrastruktur integrieren, ohne dass Hardware-oder Software-Änderungen am Standort notwendig sind.

Die Vorteile liegen auf der Hand: eine höhere Auslastung bestehender Ladepunkte, eine bessere Wirtschaftlichkeit der Investitionen und Fahrzeugflotten sowie mehr Sicherheit in der Tourenplanung. Zugleich sinkt der Bedarf an zusätzlichem Netzausbau deutlich.

«Repower begleitet seit Jahren den Aufbau von Ladehubs für den Schweizer Schwerverkehr. Damit sich diese Investitionen wirtschaftlich tragen, muss die vorhandene Kapazität bestmöglich genutzt werden. Depotcharge schafft den kommerziellen Rahmen dafür und eröffnet unseren Kunden eine zusätzliche Einnahmequelle aus bereits getätigten Infrastrukturinvestitionen», sagt Cornelia Eltrich, Marketing & Kommunikation Manager E-Mobility, Repower.

«Für DPD Schweiz ist die Elektrifizierung unserer Flotte ein klarer strategischer Kurs. Entscheidend ist dabei die Kosteneffizienz im Ladebetrieb und die Planbarkeit unserer Touren. Mit Depotcharge erhalten wir Zugang zu Ladepunkten entlang unserer Routen zu deutlich günstigeren Konditionen als im öffentlichen Netz.», sagt Ville Heimgartner, Senior Project & Sustainability Manager, DPD Schweiz.

Depotcharge ist in Deutschland bereits verfügbar und wird als europaweite Plattform für das geteilte Laden von E-LKW am Depot aufgebaut. Ziel des gemeinsamen Projekts von Repower, DPD, Schweizerische Post, G. Leclerc Transport und Evolve Energy ist der Aufbau eines flächendeckenden, effizienten und partnerschaftlich genutzten Depot-Ladenetzwerks in der Schweiz. Auch der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG setzt für sein Mitgliederangebot ASTAG Charge auf Depotcharge als Plattform.

Beitrag zur Roadmap Elektromobilität 2030
Der Schweizer Rollout von Depotcharge ist eine konkret eingereichte Massnahme der beteiligten Initianten im Rahmen der Roadmap 2030 des Bundesamts für Energie. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors und beschleunigt die Elektromobilität im Schwerverkehr.

Ab 1. Mai 2026 können sich Logistiker mit Ladeinfrastruktur oder Bedarf für ihre Flotten bei Depotcharge/Utopiacharge in der Schweiz registrieren.