KI und Digitalisierung sind der Motor für die Energiewende

Siemens-Studie: KI und Digitalisierung als Motor für nächste Phase der sauberen Energiewende. Foto: Siemens
Siemens-Studie: KI und Digitalisierung sind Motor für die nächste Phase einer sauberen Energiewende. Foto: Siemens

Im Rahmen einer Studie mit 1’400 Führungskräften weltweit untersucht Siemens zweijährlich den Stand der Infrastrukturwende in den Bereichen Energie, Industrie und Gebäude. Die befragten Führungskräfte aus der Energiewirtschaft erwarten verstärkten Einsatz autonomer Systeme, um Betriebskosten zu senken, Energieeffizienz zu verbessern und Zuverlässigkeit zu erhöhen. 74 Prozent erachten intelligente Netze und Netzsoftware als entscheidend für Energiewende, da sie Fortschritte hinsichtlich erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Elektrifizierung beschleunigen

Laut einer neuen Studie sind über 70 Prozent der Befragten aus dem Energiesektor der Meinung, dass digitale Technologien – insbesondere Künstliche Intelligenz (KI) und Netzsoftware – für die saubere Energiewende unerlässlich sind. Denn diese unterstützen die Integration von erneuerbaren Energien, den Übergang zur Elektrifizierung und die Optimierung der Energieeffizienz – drei zentrale Hebel, um den Verbrauch fossiler Energieträger zu senken.

Für den Siemens Infrastructure Transition Monitor 2025 wurden 1’400 Führungskräfte befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass 59 Prozent der Vertreter des Energiesektors größere Investitionen in autonome Systeme für Stromnetze planen und 68 Prozent darin den Schlüssel sehen, um Emissionen zu reduzieren. Fast drei Viertel (72 Prozent) der Unternehmen dieser Branche erwarten, dass sich ihr Geschäftsbetrieb in den nächsten drei Jahren durch KI verändern wird. 74 Prozent gehen davon aus, dass KI dazu beiträgt, kritische Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen.

Der verstärkte Einsatz von autonomen Systemen, um Stromnetze zu verwalten, dürfte den Befragten zufolge im wahrscheinlichsten Fall die Betriebskosten senken, die Energieeffizienz steigern und die Zuverlässigkeit erhöhen.

Im Vergleich zu den Ergebnissen des Infrastructure Transition Monitor 2023 lässt die diesjährige Studie bei einer Reihe wichtiger Ziele – wie dem Ausstieg aus fossilen Energieträgern, dem Ausbau gross angelegter Energiespeicher und der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen – zwar deutliche Fortschritte erkennen. Trotzdem ist das vorhandene Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft.

Tatsächlich gibt mehr als die Hälfte der Unternehmen aus dem Energiesektor (58 Prozent) an, dass Unsicherheiten bezüglich der künftigen Gestaltung des Energiesystems Investitionen in saubere Energietechnologien verzögern. Und während 65 Prozent der Befragten die Elektrifizierung für die gangbarste Option auf dem Weg zu Netto-Null-Energiesystemen halten, geben 73 Prozent an, dass dies durch eine unzureichende Netzinfrastruktur behindert wird.

Sabine Erlinghagen, CEO von Siemens Grid Software, sagt: «Veraltete Netzinfrastruktur stellt eine ernsthafte Bedrohung für die saubere Energiewende dar. Indem digitale Technologien eingesetzt werden, um autonome Netze zu entwickeln, lässt sich die Netzkapazität steigern und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit erhöhen. Daher müssen auch Regulierungen mit der Digitalisierung und Innovationen Schritt halten. Denn nur so lässt sich sicherstellen, dass unsere Energiesysteme für die Anforderungen einer sauberen Energiezukunft gerüstet sind.»

Der Siemens Infrastructure Transition Monitor ist eine alle zwei Jahre erscheinende Siemens-Studie, bei der 1’400 Führungskräfte und Regierungsvertreter in 19 Ländern zu den Bereichen Energie, Gebäude und Industrie befragt werden.

 

Siemens Smart Infrastructure

Siemens Smart Infrastructure (SI) gestaltet den Markt für intelligente, anpassungsfähige Infrastruktur für heute und für die Zukunft. SI zielt auf die drängenden Herausforderungen der Urbanisierung und des Klimawandels durch die Verbindung von Energiesystemen, Gebäuden und Wirtschaftsbereichen. Siemens Smart Infrastructure bietet Kunden ein umfassendes, durchgängiges Portfolio aus einer Hand – mit Produkten, Systemen, Lösungen und Services vom Punkt der Erzeugung bis zur Nutzung der Energie. Mit einem zunehmend digitalisierten Ökosystem hilft SI seinen Kunden im Wettbewerb erfolgreich zu sein und der Gesellschaft, sich weiterzuentwickeln – und leistet dabei einen Beitrag zum Schutz des Planeten. Um diese Aktivitäten zu schützen, setzt SI auf eine ganzheitliche Cybersicherheit, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten.

 

Der Hauptsitz von Siemens Smart Infrastructure befindet sich in Zug in der Schweiz. Zum 30. September 2024 hatte das Geschäft weltweit rund 78’500 Beschäftigte.  www.siemens.com