
Die Geberit Gruppe erwirtschaftete im Jahr 2025 in einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld ein starkes Umsatzwachstum. Die währungsbereinigte Nettoumsatzzunahme betrug 4,8 Prozent und lag damit deutlich über der Marktentwicklung. In Schweizer Franken stieg der Nettoumsatz um 2,5% auf CHF 3’163 Mio. Bei der EBITDA-Marge geht die Unternehmensleitung für das Gesamtjahr 2025 von einem Wert leicht unter 29,5% aus. Jahresabschluss und Geschäftsbericht 2025 werden am 12. März 2026 veröffentlicht.
Der Nettoumsatz der Geberit Gruppe nahm im Jahr 2025 um 2,5 Prozent auf CHF 3’163 Mio. zu. Bereinigt um negative Währungseffekte in Höhe von CHF 72 Mio. betrug der Anstieg 4,8 Prozent. Die Zunahme war durch ein starkes Volumenwachstum begründet; dies aufgrund der weiterhin sehr erfreulichen Entwicklung von neu eingeführten Produkten und von Wachstum in den meisten europäischen Ländern/Regionen.
Nettoumsatz 4. Quartal 2025
Im vierten Quartal erreichte der Nettoumsatz CHF 715 Mio., was einem Anstieg in Schweizer Franken von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Währungsbereinigt resultierte eine Zunahme von 6,4 Prozent, dies nach +5,4 Prozent im dritten, +2,5 Prozent im zweiten und +5,3 Prozent im ersten Quartal.
Nettoumsatz nach Märkten und Produktbereichen
Trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen für die Sanitärindustrie nahm der währungsbereinigte Nettoumsatz im Gesamtjahr 2025 in Europa um +4,1 Prozent zu. Deutliche Zuwächse erzielten Österreich (+8,5 Prozent), Benelux (+7,3 Prozent) und Deutschland (+5,6 Prozent). Ebenfalls zulegen konnten Osteuropa (+4,3 Prozent), Nordeuropa (+3,5 Prozent), Italien (+1,6 Prozent), die Schweiz (+1,0 Prozent) und Westeuropa (+0,1 Prozent). Ausserhalb Europas wuchs die Region Nahost/Afrika (+24,8 Prozent) deutlich und auch Amerika verzeichnete einen Anstieg (+3,9 Prozent). Dagegen lag der Umsatz in der Region Fernost/Pazifik (-0,6 Prozent) aufgrund des anhaltend rückläufigen Marktes in China und trotz eines hohen Wachstums in Indien leicht unter Vorjahr.
Bei den Produktbereichen erhöhte sich der währungsbereinigte Nettoumsatz bei den Badezimmersystemen um +6,1 Prozent, bei den Installations- und Spülsystemen um +5,5 Prozent und bei den Rohrleitungssystemen um +3,0 Prozent.
Erwartungen zur operativen Marge für das Gesamtjahr 2025
In einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld und vor dem Hintergrund negativer Währungsentwicklungen werden die operativen Margen leicht unter dem Niveau des Vorjahres erwartet – dies inklusive der Einmalbelastungen durch die im Januar 2025 angekündigte Schliessung eines Keramikwerks in Deutschland. Positiv auf die Margen wirkte sich das erfreuliche Volumenwachstum sowie die im Vorjahresvergleich leicht tieferen direkten Materialkosten aus, während die Lohninflation, höhere Energiepreise, Wachstumsinitiativen in ausgewählten Entwicklungsmärkten sowie diverse Digitalisierungs- und IT-Projekte einen reduzierenden Einfluss hatten. Entsprechend geht die Unternehmensleitung für das Gesamtjahr 2025 bei der operativen Cashflow-Marge (EBITDA-Marge) von einem Wert von leicht unter 29,5 Prozent aus.
Der vollständige Jahresabschluss und der Geschäftsbericht 2025 werden am 12. März 2026 anlässlich der Analysten- und Medienkonferenz in Zürich publiziert.
Marktausblick 2026
Die Nachfrage in der Bauindustrie hat sich nach den starken Rückgängen seit Mitte 2022 im Jahr 2025 insgesamt stabilisiert, mit einer je nach Land/Markt unterschiedlichen Entwicklung beim Neubau- und beim Renovationsgeschäft.
In Europa wird im Jahr 2026 insgesamt ein leichtes Marktwachstum, jedoch noch keine Markterholung erwartet. Diese Einschätzung basiert auf der Stabilisierung der Baugenehmigungen im Jahr 2025; entsprechend wird für das Geschäft mit Neubauten im laufenden Jahr eine stabile Entwicklung erwartet. Für das Renovationsgeschäft, das rund 60 Prozent zum Geberit Umsatz beiträgt, wird erneut eine leicht positive Entwicklung erwartet; dies wird durch mehrere für diesen Bereich relevante Indikatoren gestützt, beispielsweise durch gestiegene Immobilientransaktionen.
Ausserhalb Europas wird für die Bauindustrie ein gemischtes Bild erwartet. In mehreren Märkten, beispielsweise in Indien oder in der Golfregion, wird eine weiterhin starke Nachfrage prognostiziert. In China hingegen wird aufgrund der eingebrochenen Neubautätigkeit ein fortgesetzter Rückgang der Marktnachfrage erwartet.
Auf der Kostenseite werden im ersten Quartal 2026 leicht höhere direkte Materialpreise im Vergleich zum vierten Quartal 2025 erwartet.
Vor dem Hintergrund eines leicht verbesserten Marktumfelds bleibt es auch für 2026 das Ziel, die Marktposition von Geberit durch gezielte strategische Initiativen weiter auszubauen – beispielsweise durch:
♦ die Produktneuheiten des Jahres 2026 sowie den Fokus auf die in den Vorjahren erfolgreich eingeführten Produkte – zum Beispiel die Rohrleitungssysteme Geberit FlowFit und Mapress Therm, das Dusch-WC Alba und das Duofix Installationselement,
♦ Investitionen in IT, Digitalisierung und künstliche Intelligenz,
♦ neue, auf Endkunden, Architekten und Designer ausgerichtete Marketingaktivitäten, und
♦ die Erweiterung und Erneuerung von Logistikkapazitäten.
Geberit
Die weltweit tätige Geberit Gruppe ist europäischer Marktführer für Sanitärprodukte und feierte im Jahr 2024 ihr 150-jähriges Bestehen. Geberit verfügt in den meisten Ländern Europas über eine starke lokale Präsenz und kann dadurch sowohl auf dem Gebiet der Sanitärtechnik als auch im Bereich der Badezimmerkeramiken einzigartige Mehrwerte bieten. Die Fertigungskapazitäten umfassen 26 Produktionswerke, davon 4 in Übersee. Der Konzernhauptsitz befindet sich in Rapperswil-Jona in der Schweiz. Mit rund 11’000 Mitarbeitenden in rund 50 Ländern erzielte Geberit 2025 einen Nettoumsatz von CHF 3,2 Milliarden. Die Geberit Aktien sind an der SIX Swiss Exchange kotiert und seit 2012 Bestandteil des SMI (Swiss Market Index). www.geberit.com






