
Können Drohnen künftig ohne Propeller fliegen? Dieser Frage gingen vier Berufsmaturitätsabsolventen des Berufsbildungszentrums Wirtschaft, Informatik und Technik BBZW in ihrer interdisziplinären Projektarbeit IDPA nach. Für ihre Untersuchung zum Potenzial von Ionenwind als Drohnenantrieb wurden sie von der Hochschule Luzern – Technik & Architektur für die beste IDPA im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich ausgezeichnet.
Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur zeichnet jedes Jahr eine herausragende interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA) im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich aus. Im Jahr 2026 geht der technische Sonderpreis für die beste IDPA an Livio Pinti (2006) aus Küssnacht am Rigi SZ, Philip Stucki (2005) aus Auw AG, Davide Iannilli (2006) aus Hünenberg ZG und Kian Vaidya (2007) aus Emmenbrücke. Ihre Abschlussarbeit entstand im Rahmen ihrer Berufsmaturitätsausbildung am Berufsbildungszentrum Wirtschaft, Informatik und Technik BBZW.
Die Auszeichnung wurde ihnen diese Woche im Rahmen der Berufsmaturitätsfeier des BBZW von Sabine Sulzer, Vizedirektorin der Hochschule Luzern – Technik & Architektur, übergeben: «Diese Arbeit überzeugt durch ihren Innovationsgeist und ihre systematische Herangehensweise bei der Entwicklung neuer technischer Lösungen. Es war mir eine grosse Freude, diesen Preis an die vier Absolventen zu überreichen, die mit ihrer Kreativität die Zukunft mitgestalten».
Auftrieb durch Ionenwind
In ihrer Arbeit mit dem Titel «Ionenwind – Der Drohnenantrieb der Zukunft» untersuchten die vier Preisträger das Potenzial von Ionenwind als alternative Antriebstechnologie für Drohnen. Dazu entwickelten sie sowohl einen Ionenwindantrieb als auch einen klassischen Propellerantrieb als Prototypen und verglichen diese experimentell miteinander. Obwohl der erzeugte Ionenwind nicht ausreichte, um einen Drohnenflug zu ermöglichen, liefert die Arbeit wertvolle Erkenntnisse über die technischen Herausforderungen und Grenzen dieser Technologie.
Die HSLU-Jury, bestehend aus Patric Eberle (Dozent Elektrotechnik), Philipp Schütz (Dozent Grundlagen) und Luca Hanimann (Dozent Maschinen- und Energietechnik), zeigte sich vom hohen technischen Niveau und systematischen Vorgehen beeindruckt. In der Begründung zur Preisvergabe wurden besonders die detaillierten technischen Analysen, die methodische Umsetzung sowie die Einbindung eines Aerodynamikexperten in den Entwicklungsprozess hervorgehoben. Aufgrund ihrer technischen Tiefe und der hohen Eigenleistung übertreffe die Arbeit den üblichen Rahmen einer Maturitätsarbeit deutlich.
Zusätzlich zur Auszeichnung erhalten die vier ein Preisgeld von CHF 1’000 sowie die Möglichkeit, ihre Arbeit an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur zu präsentieren.
Die interdisziplinäre Projektarbeit IDPA
Gegen Ende ihrer Ausbildung verfassen die Berufsmaturanden eine interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA), die sich inhaltlich auf die Arbeitswelt sowie auf mindestens zwei Berufsmaturitätsfächer bezieht. Die IDPA kann als schriftliche Arbeit, kreative Umsetzung oder technische Produktion realisiert werden, einzeln oder im Team. Sie verlangt und fördert zentrale Kompetenzen, die für ein späteres Fachhochschulstudium von Bedeutung sind. Aus diesem Grund zeichnet die Hochschule Luzern – Technik & Architektur jährlich die beste technisch-naturwissenschaftliche IDPA aus.






