
R&M, der weltweit tätige Schweizer Entwickler und Anbieter von Infrastrukturlösungen für Daten- und Kommunikationsnetze mit Sitz in Wetzikon, will einen grundlegenden Beitrag zur digitalen Transformation im Gesundheitswesen leisten. Die zentrale Herausforderung ist, Medizin und Informationstechnologie zusammenzubringen. Entscheidend ist eine schlüssige Netzwerkinfrastruktur, die in eine Digitalisierungsstrategie eingebettet ist. Für diesen Ansatz hält R&M Smart-Hospital-Lösungen sowie kosteneffiziente Speziallösungen für sensible Umgebungen bereit.
Das Datenvolumen schreitet in Krankenhäusern und generell im Gesundheitswesen schnell voran. Täglich kommen Innovationen auf den Markt, die Informationssysteme, Diagnosen, das Patientenmanagement oder die Telemedizin revolutionieren und somit die Versorgung verbessern. Der Markt der vernetzten medizinischen Geräte wächst markant. Dabei handelt es sich um mobile Geräte, die Blutdruck und vieles andere messen. Insider sprechen vom Internet of Medical Things (IoMT).
Vernetzung als zentrale Herausforderung
Häufig unterstützt das lokale Datennetz noch keine Datenübertragung mit 10 Gbit/s oder mehr. IoMT-Produkte verwenden unterschiedlichste Schnittstellen und Funkprotokolle.
Anschlussdosen sind frei zugänglich. Medizintechnische, administrative und öffentliche Anwendungen verlangen jedoch eine strenge Trennung. Durch neue Gesetze, Compliance-Regeln und Cyberrisiken steigen die Anforderungen an Netzwerke.
R&M empfiehlt, Priorität auf die Integrationsfähigkeit zu legen. Krankenhäuser und andere Healthcare-Einrichtungen müssen unterschiedlichste digitale und traditionelle Systeme zusammenführen. Das Spektrum – hier nur ein Ausschnitt – reicht von Multimediaterminals, Monitoring- und Rufsystemen im Patientenzimmer über klassische Büro-IT, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung und Gebäudeautomation bis hin zur Kommunikationstechnik für Ärzte. Nicht zu vergessen sind bildgebende Diagnosesysteme, deren riesige Dateien das lokale Netzwerk überlasten können.
Hinzu kommt die Masse an neuen IoMT-Geräten. Um ihre vielen Daten in Echtzeit für Informationssysteme, Monitoring, Diagnosen oder Notfallmassnahmen verfügbar zu machen, benötigen sie engmaschige, breitbandige Funk- und LAN-Connectivity. Dank IoMT können Krankenhäuser ihre Ressourcen effizienter nutzen und Fehler eher verhindern.

Neue Anwendungen der Videoüberwachung können die Arbeit auf den Stationen erleichtern. Das Personal kann die Points of Care zentral kontrollieren. Die Stationsleitung kann sehen, wie es den Patienten geht und ob Workflows oder Hygienestandards eingehalten werden.
In nächster Zeit müssen die bandbreitenintensiven Dienste 5G und WiFi 6/7 in die Netzwerke integriert werden. Dadurch ist eine lückenlose Zero-Roaming-Datenkommunikation möglich. Vitalparameter von Patienten, Diagnosen, Visiten, Entscheidungen oder Workflows können per Smartphone in Echtzeit verfolgt und verwaltet werden.
Die Einsatzgebiete umfassen typische klinische Arbeitsräume sowie Orte mit hohem Hygienebedarf, wie Patientenzimmer oder Operationssäle.
Grundgerüst für Smart Hospital
Die Lösung besteht in einer generischen, strukturierten Verkabelung als Grundgerüst für das Smart Hospital. Sie unterstützt höhere Bandbreiten und kann alle Datenströme aufnehmen. Gemeinsame Sprache ist das Internetprotokoll Ethernet/IP, die einheitliche Schnittstelle ist das RJ45-Steckgesicht. Die moderne Verkabelung kann im Zug von Renovierungen und Umbauten schrittweise installiert werden – professionelle Planung und Beratung vorausgesetzt.
Idealerweise besteht dieses Netzwerk aus Glasfaser- und geschirmter Kupferverkabelung sowie ausbaufähigen Verteilern. Für die Kupferverkabelung ist der Kat.-6A-Standard massgebend. Empfehlenswert sind eine zusätzliche Deckeninstallation (Digital Ceiling) auf allen Etagen sowie die Vorbereitung für Power over Ethernet (PoE) und Single Pair Ethernet (SPE). Damit lassen sich kleine digitale Geräte, WiFi-Antennen, Kameras, Displays und Sensoren künftig per Plug-and-Play integrieren.
Das Verkabelungssystem R&Mfreenet ist für diese Zwecke ausgelegt. Es dient als Standard-Infrastrukturlösung für den gesamten Pfad – vom Patientenbett über die Personalarbeitsplätze und Medizintechnik bis hin zum Klinikrechenzentrum und Internetzugang. Zudem unterstützt der generische Ansatz die Integration der Gebäudesysteme wie Heizung und Energiemanagement und deren Digitalisierung. Damit wird das Smart Hospital zugleich ein Smart Building.
Bei der Netzwerkausstattung darf die Hygiene nicht ausser Acht gelassen werden. Multiresistente Keime stellen eine permanente Gefahr dar. Selbst auf den Oberflächen von Patchkabeln und Anschlussdosen können sie sich ansiedeln. Antimikrobielle Lösungen können das Risiko verringern. R&M verwendet für das R&MhealthLine-System ein anorganisches Kunststoffmaterial mit einem Additiv aus Silberionen (Antimikrobielle Produkte ersetzen nicht die Standardreinigungsverfahren). Das R&MhealthLine-System umfasst standardgerechte Kabel, Dosen und Montageplatten für Datennetzanschlüsse für sensible Bereiche (siehe Bild oben).

Risiken verringern
Unternehmen achten genau darauf, wo sich Risiken für Patienten, Daten, IT, Geschäftsprozesse, Compliance und Betriebskosten verringern lassen. Der Blick fällt auch auf das Datennetz. Administration und Anpassungen am Datennetz werden durch inteliPhy massgeblich verbessert und vereinfacht.
R&M empfiehlt eine langlebige Verkabelung, die häufige Generationenwechsel bei digitalen Geräten und künftige Bandbreiten unterstützt. Das begünstigt den Return on Investment und harmoniert mit dem typischen langen Lebenszyklus von Krankenhausinfrastrukturen.
Auf diese Weise werden Lösungen für moderne Ethernet/IP-Netzwerke zum Schlüssel für eine effiziente digitale Transformation im Gesundheitswesen. Sie bringen den Unternehmen selbst einen Mehrwert. Riskmanagement, Accounting und Verwaltung können auf wertvolle Informationen zugreifen, die das Netzwerk bereitstellt. Businessprozesse lassen sich wirkungsvoller optimieren und automatisieren.
Reichle & De-Massari AG
R&M (Reichle & De-Massari AG) entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Infrastrukturlösungen für Kommunikation und Datenverkehr. Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Wetzikon, Schweiz, ist in den Geschäftsfeldern Local Area Networks (LAN), Public Networks und Data Center tätig. R&M integriert die verschiedenen Ebenen von der Connectivity bis hin zur Managementsoftware in kundenspezifische Gesamtlösungen. Die technologische Kompetenz liegt in der Innovation und Herstellung von Verbindungs- und Verteiltechnik, Kabeln, Racks, Einhausungen und Software.
Zu den Einsatzgebieten der R&M-Produkte zählen LANs, Smart Buildings, Smart Cities, Industrial Cabling, Fiber to the Home, Mobilfunk und Data Centers. Das 1964 gegründete, unabhängige Familienunternehmen ist in über 40 Ländern durch eigene Marktorganisationen vertreten. R&M betreibt weltweit zahlreiche eigene Produktionsstätten. www.rdm.com





