
Bauen mit Holz liegt im Trend – und das nicht nur aus optischen Gründen. Eine Ursache für das gestiegene Interesse: Holzbauten lassen sich oft als Niedrigenergiehäuser im Minergiestandard sehr wirtschaftlich realisieren. Darüber hinaus vermittelt der natürliche Baustoff «Holz» ein angenehmes Wohngefühl. Ein gelungenes Beispiel für einen attraktiven Holzbau findet sich in der Gemeinde Konolfingen (BE): Hier sind in der Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft Immotrend AG zehn individuell gestaltete Wohnungen auf drei Etagen sowie ein Duplex-Geschoss entstanden.
Laut Holzbau Schweiz wurden seit 2022 bereits über 20 Prozent der neuen Wohngebäude in Holzbauweise realisiert, Tendenz steigend. Als besonders attraktiv gilt der mehrgeschossige Wohnungsbau. Gründe für die Verwendung des Baustoffes «Holz» gibt es einige: Erstens schafft der nachhaltige Rohstoff ein natürliches und behagliches Wohngefühl. Zweitens werden moderne Holzbauten oft als Minegiebauten konzipiert und sind somit langfristig effizient und sparsam im Gebrauch. Drittens bindet Holz während seines Wachstums aktiv CO2 aus der Atmosphäre und ist somit im Gegensatz zu Beton ein klimafreundlicher Rohstoff. Zudem ist oft die Bauzeit von Holzhäusern deutlich kürzer als bei Massivbauten, werden doch einzelne Elemente bereits im Werk vorgefertigt und müssen nur noch vor Ort zusammengefügt werden.
Holzbauten gelten in der Zwischenzeit als Synonym für energieeffizientes Bauen. Holz hat von Natur aus eine hervorragende Wärmedämmung und somit eine hohe Energieeffizienz. Die gut isolierte Fassade verhindert jedoch eine natürliche Luftzirkulation und macht eine kontrollierte Lüftung notwendig.
Das Referenzbeispiel in Konolfingen wurde modular mit Holz gebaut. Eine Herausforderung bei diesem Projekt war, dass jede Wohnung einen individuellen Grundriss besitzt. Angestrebt wurde ein Lüftungskonzept mit einer Luftverteilung über die gesamte Wohnung, mit möglichst wenig Fassadendurchdringungen und wenig sichtbaren Verrohrungen in den Räumen. Schliesslich entschied man sich für eine Verbundlüftung (Kaskadenlüftung) mit den aktiven Überströmern Zehnder Comfoduct Activo.

Verbundlüftung für frische Luft in allen Räumen
Der aktive Überströmer Zender ComfoDuct Activo leitet die Mischluft mit hohem Frischluftanteil aus der Wohnumgebung in die Räume, die mit frischer Luft versorgt werden sollen, beispielsweise Schlaf-, Wohn- und Kinderzimmer. Die verbrauchte Luft wird durch die Nasszellen über die dort installierten Abluftstellen aus dem Gebäude geführt.
Interessant bei diesem Konzept ist, dass im Vergleich zu einer Frischluftzufuhr über die Schlafräume kein umfangreiches Netz von Zu- und Abluftverrohrungen eingeplant werden muss. Bei einem modularen Holzbau, wie in Konolfingen mit individuellen Wohnungsgrundrissen, ist dies eine effiziente Lösung, die die eingeschränkten Platzverhältnisse für die Gebäudetechnik berücksichtigt.
Das System über eine Verbundlüftung benötigt ausschliesslich Steigzonen, um die Zuluft in die Wohnräume und die Abluft aus den Nasszellen zu befördern. Eine kostenintensive, voluminöse Verrohrung innerhalb der Wohneinheit entfällt. Eine Standardisierung im Holzbau könnte mit dieser Lösung angestrebt werden.
Die aktiven Überströmer Zehnder ComfoDuct Activo übernehmen die wohnungsinterne Luftverteilung. Dank der kompakten Bauweise lassen sie sich auch in schmale Holzwände installieren. Hinter dem dezent gehaltenen Abdeckgitter arbeitet ein geräuscharmer Ventilator, mit Volumenströmen von wahlweise 0, 30, 50 oder 60 m3/h.
Bei Holzbauten ist Schallschutz wichtig, da Holz ein geringes Eigengewicht hat und Schall sehr leicht weiterleitet. Der Überströmer Zehnder ComfoDuct Activo verfügt über eine Dämmung aus speziellen Schaumbauteilen und reduziert damit wirkungsvoll die Schallausbreitung. Er ist akustisch kaum wahrnehmbar, während frische Luft aber stets verfügbar ist.
Flexibel Lüften im natürlichen Holzambiente
Das Mehrfamilienhaus in Konolfingen zeigt, dass eine Verbundlüftung mit aktiven Überströmern in einem modularen Holzbau eine attraktive Lösung sein kann. Sie verbindet die geringe technische Komplexität zentraler Lüftungssysteme mit einem Verteilsystem, das kaum Platz in Anspruch nimmt.





