Smart Energy Link stärkt Position

SEL steuert im Wohnraum Stegen in Wetzikon das intelligente Quartiernetz, das die drei Gebäude, drei Wärmepumpen, sechs Ladestateionen und 40 Wohnungen miteinander verbindet. Foto: zvg
SEL steuert im Wohnraum Stegen in Wetzikon das intelligente Quartiernetz, das die drei Gebäude, drei Wärmepumpen, sechs Ladestateionen und 40 Wohnungen miteinander verbindet. Foto: zvg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Energie Start-up Smart Energy Link AG (SEL) integriert die Smart Energy Control AG (SEC) und baut seine starke Marktposition als Anbieter von intelligenten Energiesystemen aus. Durch den Zusammenschluss der beiden Energiepioniere entsteht eine führende Lösung für Eigenverbrauch und Elektromobilität in der Schweiz.

«Die Zusammenführung bringt den Kunden beider Unternehmen zusätzliche Vorteile», freut sich Tobias Stahel, CEO der SEL über die Integration von SEC. «Wir können die Kunden von Smart Energy Control ohne Unterbruch bei uns weiter bedienen und gleichzeitig bauen wir unsere Kompetenzen aus, wovon wiederum unsere bestehenden Kunden profitieren».

Dank Smart Energy Link wird selber produzierter Solarstrom wirtschaftlich und bequem nutzbar. Mehrfamilienhäuser, Gewerbebauten und ganze Areale werden damit zu unabhängigen und effizienten Kraftwerken. SEL integriert nun mehrere technische Konzepte von SEC; unter anderem die temperaturgeführte Steuerung von Wärmepumpen und die Regelung von bidirektionalen Ladestationen im Kontext von Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV).

Führende Lösung für Eigenverbrauch und Elektromobilität
Besonders wichtig ist für Stahel die zukünftige Mitarbeit des Gründers von Smart Energy Control als Berater und im SEL-Verwaltungsrat. «David Zogg ist Professor und Dozent für Regelungstechnik an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und ein ausgewiesener Experte für die Steuerung von Energiesystemen. Die Zusammenarbeit mit ihm ermöglicht unserem Team eine raschere Weiterentwicklung unseres Lösungsportfolios. Seine Expertise und seine Kontakte zur Forschung sind für die Zukunft von SEL bedeutsam», sagt Stahel. Durch die Verbindung der beiden Energiepioniere entsteht bei SEL die führende Lösung für Eigenverbrauch und Elektromobilität. Neu umfasst das SEL-Team zwölf Experten, die gemeinsam mit Bauherren und Planern die optimalen Eigenverbrauchskonzepte für Projekte entwickeln.

Hoher Kundennutzen schafft Differenzierung
David Zogg freut sich, dass die von ihm gegründete Smart Energy Control Teil eines grösseren, gut im Markt aufgestellten Unternehmens wird. «Was wir bisher erarbeitet haben, leistet ab sofort bei SEL einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050, insbesondere in Bezug auf erneuerbare Energien und die dezentrale Stromversorgung. Gemeinsam könnten die beiden Unternehmen noch schneller Kundennutzen schaffen und das sei ein wichtiger Wettbewerbsfaktor im noch jungen und kompetitiven Markt für Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV).

SEL-Präsident Jürg Grossen (links) und SEL CEO Tobias Stahel.
SEL-Präsident Jürg Grossen (links) und SEL CEO Tobias Stahel.

«Intelligent gesteuerter Eigenverbrauch von Solarstrom ist entscheidend für die klimaneutrale Schweiz», sagt SEL-Präsident Jürg Grossen. «Im Gebäudesektor ist er der zentrale Schlüssel zur Energiewende.» Bis sich integrale Energielösungen, welche Photovoltaikstrom optimal mit der Wärmeerzeugung und der Elektromobilität verbinden, flächendeckend durchsetzen, brauche es noch ein paar Jahre Geduld. Deshalb sei es wichtig, dass SEL und SEC gemeinsam eine starke Basis für die nachhaltige Entwicklung gelegt haben. «Wir haben den Energieumbau und das CO2-Problem unserer Gebäude erst gelöst, wenn die ZEV-Lösungen neben den Neubauten auch bei Sanierungen von Altbauten flächendeckend zum Einsatz kommen. Dazu sind noch regulatorische Anpassungen im Gange», sagt Grossen.

Gemeinsam die Marktposition stärken
Beim «Zusammenschluss zum Eigenverbrauch» (ZEV) handelt es sich um die gesetzliche Möglichkeit, dass Gebäude und Areale den selbst produzierten Solarstrom gemeinsam nutzen können. Die Rechtsgrundlage dazu besteht seit dem 1. Januar 2018. Die Smart Energy Link AG nahm zum gleichen Zeitpunkt den operativen Betrieb auf. Im Markt gibt es bereits zahlreiche Anbieter, die selbst produzierten Solarstrom messen oder abrechnen können. SEL und SEC gehören zu den wenigen Unternehmen, die zudem den Eigenverbrauch des selbst produzierten Solarstroms und die Lastspitzen in Arealen optimieren – die Königsdisziplin für smarte Energiesysteme. Das erfordert intelligente Steuerungsmöglichkeiten, um den Strom genau dann optimal zu nutzen, wenn er produziert wird und somit zur Verfügung steht. Die wichtigsten Massnahmen zur Erhöhung des Eigenverbrauchs von Solarstrom und zur Lastspitzenreduktion sind die Steuerung von Wärmepumpen und Elektroautoladestationen. Genau darauf ist SEL spezialisiert.