
Implenia hat sein Betriebsergebnis im laufenden Jahr weiter gesteigert und blickt mit einem deutlich gewachsenen Auftragsbestand zuversichtlich nach vorn. Der EBIT legte um 6,0 Prozent auf CHF 60,4 Mio. zu, während der Auftragsbestand um 9,6 Prozent auf CHF 8,5 Mrd. anwuchs.
«Implenia hat im ersten Halbjahr die Profitabilität weiter verbessert, die Cash-Disziplin gestärkt und wichtige Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie erzielt», sagt Jens Vollmar, CEO von Implenia. «Unser Fokus auf attraktive Marktsegmente in spezialisierten und margenstarken Bereichen sowie die konsequente Digitalisierung zahlen sich aus. Der deutlich gestiegene Auftragsbestand und die weiter verbesserte vorkalkulierte Marge des Projektportfolios stärken die Positionierung für künftiges Wachstum der Gruppe.»
Alle Divisionen erzielen operative Fortschritte
Implenia steigerte das EBIT im ersten Halbjahr 2026 auf CHF 60,4 Mio. (HY1.2025: CHF 57,0 Mio.) und erhöhte die EBIT-Marge auf 3,4 Prozent (HY1.2025: 3,1 Prozent). Alle Divisionen leisteten den geplanten Beitrag zum Ergebnis. Damit zeigt Implenia Resilienz gegenüber geopolitischen und makroökonomischen Unsicherheiten. Der Umsatz lag bei CHF 1’767 Mio. (HY1.2025: CHF 1’856 Mio.). Der Auftragsbestand erhöhte sich um 9,6 Prozent auf CHF 8’524 Mio. (HY1.2025: CHF 7’778 Mio.). Gleichzeitig verbesserte sich die vorkalkulierte Projektmarge im Auftragsbestand auf 7,9 Prozent (HY1.2025: 7,5 Prozent). Dies bestätigt die hohe Qualität des Projektportfolios sowie die Wirksamkeit des gruppenweiten Value Assurance-Ansatzes, dem Risk-Management von Implenia.
Die Division Buildings erzielte ein EBIT von CHF 37,5 Mio. (HY1.2025: CHF 41,5 Mio.). Mit einem EBIT-Beitrag von CHF 23,5 Mio. (HY1.2025: CHF 20,7 Mio.) entwickelte sich das Hochbaugeschäft gut. Der EBIT-Beitrag von Real Estate Development belief sich auf CHF 14,0 Mio. (HY1.2025: CHF 20,8 Mio.). Der Buchwert des Real Estate-Portfolios von Implenia lag bei CHF 194 Mio. (HY1.2025: CHF 172 Mio.). Im ersten Halbjahr wurden mehrere Käufe und ein Verkauf getätigt. Der Umsatz lag mit CHF 859 Mio. (HY1.2025: CHF 871 Mio.) etwa auf Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand stieg dagegen deutlich auf CHF 3’010 Mio. (HY1.2025: CHF 2’570 Mio.).
Bedeutende Zugänge waren ein Auftrag für den MEP-Ausbau (Mechanical, Electrical, Plumbing) bei einem bereits laufenden Datacenter-Projekt sowie Projekte in Deutschland, insbesondere in den Bereichen Verteidigung und Bildung. Auch die Einheit Modernisierung von Bestandsliegenschaften verzeichnete wichtige Auftragsgewinne. Die Division profitiert weiterhin von ihrem Fokus auf anspruchsvolle Immobilienprojekte in den Bereichen Gesundheit, Life Sciences, Bildung, Daten- und Logistikzentren sowie Verteidigungsinfrastruktur – Segmente mit attraktiven Wachstums- und Margenperspektiven.
Die Division Civil Engineering verbesserte das EBIT auf CHF 18,8 Mio. (HY1.2025: CHF 15,9 Mio.). Der Umsatz der Division lag mit CHF 926 Mio. (HY1.2025: CHF 1 008 Mio.) unter dem Vorjahresniveau. Der vorübergehende Rückgang entstand durch umsatzschwächere Startphasen von grossen anlaufenden Infrastrukturprojekten. Der Auftragsbestand erhöhte sich auf CHF 5 445 Mio. (HY1.2025: CHF 5 153 Mio.).
Zu den wichtigsten Neuaufträgen zählten ein komplexes Infrastrukturprojekt in Göteborg mit Cost-Plus-Vergütungsmodell sowie vier grosse Brückenprojekte in Deutschland und Norwegen. Diese Aufträge unterstreichen die zunehmende Bedeutung partnerschaftlicher Vertragsmodelle sowie die starke Marktposition im Infrastrukturbereich.
Die Division Service Solutions steigerte das EBIT auf CHF 11,7 Mio. (HY1.2025: CHF 9,3 Mio.). Der Umsatz lag mit CHF 121 Mio. (HY1.2025: CHF 123 Mio.) leicht unter Vorjahresniveau. Die Assets under Management von Wincasa stiegen auf CHF 85,7 Mrd. (HY1.2025: CHF 82,8 Mrd.).
Die im ersten Halbjahr unterzeichnete Übernahme des Tragwerks- und Objektplaners Zigmo Engineering in Deutschland unterstützt die Strategie der Division, sich als führende Engineering- und Planungsdienstleisterin in Deutschland und in der Schweiz zu positionieren. Wincasa verzeichnete zudem bedeutende Mandatsgewinne, unter anderem die Bewirtschaftung des Gesamtportfolios von Fondiaria SICAV, zusätzliche Leistungen für die TX Group sowie das Management des Centers Inside Volketswil. BCL, Planovita und Encira haben ebenfalls neue Aufträge gewonnen.
Umsetzung der Wachstums- und Differenzierungsstrategie
Strategisch fokussiert sich die Gruppe auf Marktsegmente mit strukturell hoher Nachfrage und Wachstumspotenzial. Dazu gehören Gesundheits- und Bildungsimmobilien, Daten- und Logistikzentren, Verteidigungsinfrastruktur sowie Verkehrs- und Energieinfrastruktur als strategische Wachstumsfelder.
Die Prognosen für die relevanten Marktsegmente sind nach wie vor positiv. Megatrends wie Bevölkerungswachstum und Urbanisierung, makroökonomische Volatilität, Energiewende und Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Industrialisierung sowie umfangreiche öffentliche Investitionsprogramme bieten langfristige Wachstumsperspektiven.
Implenia
Als führende Schweizer Bau- und Immobiliendienstleisterin entwickelt, realisiert und bewirtschaftet Implenia Lebensräume, Arbeitswelten und Infrastruktur für künftige Generationen in der Schweiz und in Deutschland. Zudem bietet Implenia in weiteren Märkten Tunnelbau und damit verbundene Infrastrukturleistungen an. Entstanden 2006, blickt Implenia auf eine rund 160-jährige Bautradition zurück. Das Unternehmen fasst das Know-how aus hochqualifizierten Beratungs-, Entwicklungs-, Planungs- und Ausführungseinheiten unter einem Dach zu einer integrierten, multinationalen Bau- und Immobiliendienstleisterin zusammen.
Implenia mit Hauptsitz in Opfikon bei Zürich beschäftigt europaweit über 8’000 Mitarbeitende (FTE) und erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von CHF 3,5 Mrd. Das Unternehmen ist an der SIX Swiss Exchange kotiert. www.implenia.com






