2. Juli 2026
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    Energieverbrauch 2025 in der Schweiz leicht gestiegen

    Der Energieverbrauch in der Schweiz ist 2025 leicht gestiegen. Foto: Max Lederer/Unsplash
    Der Energieverbrauch in der Schweiz ist 2025 leicht gestiegen. Foto: Max Lederer/Unsplash

    Der Endenergieverbrauch der Schweiz ist 2025 gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent auf 777’870 Terajoule (TJ) leicht gestiegen. Hauptgründe dafür sind die im Vergleich zum Vorjahr kältere Witterung und der Anstieg beim Absatz von Flugtreibstoffen.

    Die Anzahl Heizgradtage, ein wichtiger Indikator für den Energieverbrauch, nahm gegenüber dem Vorjahr um 5,6% zu. Zugenommen haben auch andere Faktoren, welche den langfristigen Wachstumstrend des Energieverbrauches bestimmen: Die ständige Wohnbevölkerung (+0,9 Prozent), das Bruttoinlandprodukt (+1,3 Prozent), der Motorfahrzeugbestand (+0,9 Prozent) und der Wohnungsbestand (Zuwachs, es liegen jedoch noch keine detaillierten Zahlen vor). Zu den Bestimmungsfaktoren der Energieverbrauchsentwicklung werden die jährlichen Ex-Post-Analysen weitere Aufschlüsse liefern können, die im Oktober 2026 publiziert werden.

    Anstieg beim Treibstoffverbrauch
    Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz von Flugtreibstoffen um 3,2 Prozent und liegt nun nur noch knapp unter dem höchsten Verbrauchsniveau von 2018. Der Benzin- und Dieselabsatz ist hingegen insgesamt um 1,0 Prozent gesunken (Benzin: +0,6 Prozent, Diesel: -2,3 Prozent). Die fossilen Treibstoffe machen ungefähr einen Drittel (34,9 Prozent) des gesamten Endenergieverbrauchs aus. Der Verbrauch der biogenen Treibstoffe nahm gegenüber dem Vorjahr zu (+9,5 Prozent). Ihr Anteil am gesamten Absatz von Benzin und Diesel nahm ebenfalls zu und lag das erste Mal über 5 Prozent (5,3 Prozent).

    Leichte Anstieg beim Verbrauch von Elektrizität, Rückgang beim Heizöl extra-leicht und Erdgas
    Der Verbrauch von Elektrizität stieg um 0,8 Prozent. Der Verbrauch von Heizöl extra-leicht und Erdgas nahmen jedoch um 4,3 Prozent und 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Diese drei Energieträger machen rund die Hälfte des Endenergieverbrauches aus. Die energetische Verwendung von Industrieabfällen stieg um 2,1 Prozent. Der Verbrauch von Kohle und Petrolkoks nahm hingegen insgesamt um 21,1 Prozent ab und der Verbrauch von Heizöl mittel und schwer lag wiederum bei null. Der Anteil dieser vier Energieträger am gesamten Endenergieverbrauch ist gering (<2 Prozent).

    Verbrauchsanstieg bei den erneuerbaren Energien
    Erneuerbare Energieträger ersetzen beim Heizen zunehmend die fossilen Energien. So nahm die Nutzung von Umgebungswärme mit Wärmepumpen um 8,4 Prozent zu, ebenso der Verbrauch von Fernwärme (+6,5 Prozent). Der erneuerbare Anteil von Fernwärme stieg weiterhin und lag 2025 bei 44,7 Prozent. Der Verbrauch von Solarwärme und Energieholz ist hingegen leicht gesunken (-1,5 Prozent, bzw. -0,5 Prozent). Die direkte Nutzung von Biogas nahm um 0,5 Prozent zu. Unter Berücksichtigung des ins Erdgasnetz eingespeisten Biogases (das statistisch unter Gas verbucht wird), ergibt sich ein Anstieg des Biogasverbrauches um 12,9 Prozent. Der Anteil erneuerbaren Energieträger am gesamten Endenergieverbrauch lag 2025 bei 30,6 Prozent.

    Elektrizitätsbilanz 2025
    2025 ist der Schweizer Stromverbrauch (Endverbrauch) gegenüber dem Vorjahr um rund 0,8 Prozent auf 58,0 TWh gestiegen. Die inländische Stromproduktion (Landeserzeugung) sank um rund 16,7 Prozent auf neu 67,5 TWh. 2025 stammten 55,5 Prozent der Stromproduktion von Wasserkraftwerken (Laufkraftwerke 24,2 Prozent, Speicherkraftwerke 31,3 Prozent), 27,2 Prozent aus Kernkraftwerken und 17,3 Prozent aus thermischen und erneuerbaren Stromproduktionsanlagen (thermische Erzeugung 5,3 Prozent, Windkraft 0,2 Prozent und Photovoltaik 11,8 Prozent).

    Weitere Informationen:
    ♦ Überblick über den Energieverbrauch der Schweiz im Jahr 2025 (PDF)
    ♦ Elektrizitätsbilanz 2025
    (Gesamte Erzeugung und Abgabe elektrischer Energie in der Schweiz 2025) (PDF)