24. August 2026
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    Starkes zweites Quartal 2026 für Geberit Gruppe

    Das Volumenwachstum war auf ein verbessertes Marktumfeld in Europa zurückzuführen. Sowohl etablierte als auch wichtige Neuprodukte trugen dazu bei. Foto: Geberit Gruppe
    Das Volumenwachstum war auf ein verbessertes Marktumfeld in Europa zurückzuführen. Sowohl etablierte als auch wichtige Neuprodukte trugen dazu bei. Foto: Geberit Gruppe

    Die Geberit Gruppe erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 in einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld ausgezeichnete Resultate. Das erste Halbjahr 2026 war geprägt durch ein deutliches Volumenwachstum, stark angestiegene direkte Materialpreise, Verkaufspreiserhöhungen und substanzielle Währungsverluste sowie auf dem Niveau des Vorjahres gehaltene operative Margen. Der Nettoumsatz stieg währungsbereinigt um 5,9 Prozent, in Schweizer Franken um 2,8 Prozent auf CHF 1’711 Mio. Für das Gesamtjahr 2026 geht die Unternehmensleitung von einem Nettoumsatzwachstum in lokalen Währungen von 5 bis 6 Prozent aus.

     

    Der Nettoumsatz der Geberit Gruppe nahm im ersten Halbjahr 2026 in Schweizer Franken um 2,8 Prozent auf CHF 1’711 Mio. zu. Bereinigt um negative Währungseffekte in Höhe von CHF 53 Mio. betrug der Anstieg 5,9 Prozent. Die Zunahme war vor allem auf ein deutliches Volumenwachstum sowie auf positive Preiseffekte zurückzuführen. Das Volumenwachstum war auf ein verbessertes Marktumfeld in Europa sowie auf eine starke Nachfrage in den meisten Regionen und über alle drei Produktbereiche hinweg zurückzuführen. Sowohl etablierte als auch wichtige Neuprodukte trugen dazu bei.

    Im zweiten Quartal erreichte der Nettoumsatz CHF 838 Mio., was einer Zunahme in Schweizer Franken von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Währungsbereinigt resultierte eine noch deutlichere Zunahme von 8,8 Prozent. Damit konnte das neunte aufeinanderfolgende Quartal mit einem positiven währungsbereinigten Umsatzwachstum abgeschlossen werden. Trotz des sehr anspruchsvollen Marktumfelds betrug das durchschnittliche Wachstum über die letzten neun Quartale hinweg 5 Prozent, fast ausschliesslich aufgrund höherer Volumina.

    Nettoumsatz nach Märkten und Produktbereichen
    Das währungsbereinigte Nettoumsatzwachstum nach Märkten im ersten Halbjahr war breit abgestützt. Europa insgesamt wuchs währungsbereinigt um 5,6 Prozent. Deutliche Zuwächse erzielten Osteuropa (+11,8 Prozent), die Schweiz (+9,7 Prozent), Italien (+6,9 Prozent), Benelux (+6,7 Prozent), Nordeuropa (+6,1 Prozent) und Österreich (+6,0 Prozent). Ebenfalls zulegen konnte Deutschland (+3,6 Prozent). Dagegen musste Westeuropa aufgrund anhaltender Marktschwächen in Frankreich und in Grossbritannien/Irland einen leichten Rückgang hinnehmen (-0,4 Prozent). Ausserhalb Europas verzeichnete die Region Nahost/Afrika mit +18,9 Prozent ungeachtet der negativen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten ein deutliches Wachstum. Auch die Region Fernost/Pazifik wuchs trotz des weiterhin rückläufigen Marktes in China erfreulich um +6,5 Prozent. Die Region Amerika verblieb mit -5,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau, zurückzuführen auf einen Basiseffekt aufgrund der US-Zollankündigungen im Vorjahr.

    Bei den Produktbereichen erhöhte sich der währungsbereinigte Nettoumsatz bei den Installations- und Spülsystemen um 6,7 Prozent, bei den Rohrleitungssystemen um 5,9 Prozent und bei den Badezimmersystemen um 5,0 Prozent.

    Ergebnisse
    Die Resultate des ersten Halbjahres 2026 waren ausgezeichnet. Trotz der erheblich gestiegenen direkten Materialkosten konnten die Margen auf Vorjahresniveau gehalten werden. Dank der hohen Verfügbarkeit und effizienten Abläufen in Produktion und Logistik wirkte sich vor allem das Volumenwachstum positiv auf die Margen aus. Zudem profitierten die Margen von Verkaufspreiserhöhungen und dem Wegfall von Einmalkosten im Vorjahr. Demgegenüber standen der starke Anstieg der direkten Materialkosten, die Lohninflation sowie die geplant höheren Ausgaben für Marketing, IT und Digitalisierung. Dank der langfristig verfolgten, natürlichen Währungsabsicherung hatten die starken Währungsverluste keinen wesentlichen Einfluss auf die operativen Margen.

    Finanzsituation
    Die finanzielle Situation der Geberit Gruppe ist weiterhin sehr solide. Die Nettoschulden (Schulden minus liquide Mittel) stiegen im Vergleich zum Wert nach den ersten sechs Monaten des Vorjahres aufgrund des leicht tieferen Free Cashflow und des beschleunigten Aktienrückkaufprogrammes um CHF 167 Mio. auf CHF 1’334 Mio. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich entsprechend auf 31,4 Prozent (Vorjahr 34,5 Prozent).

    Das im September 2024 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde Anfang Juni frühzeitig abgeschlossen. Im Rahmen dieses Programms wurden insgesamt 559’753 Namenaktien für total CHF 300 Mio. zurückgekauft. Zudem wurde praktisch nahtlos ein neues Aktienrückkaufprogramm gestartet. Das neue Programm sieht vor, über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren, Namenaktien im Wert von maximal CHF 300 Mio. zurückzukaufen. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2026 im Rahmen des abgelaufenen und des neu gestarteten Programms 392’534 Aktien zu einem Betrag von CHF 206 Mio. erworben.

    Ausblick auf das Gesamtjahr 2026
    Die geopolitischen Risiken und die damit verbundenen makroökonomischen Unsicherheiten sind aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten nach wie vor hoch, was einen Ausblick auf das makroökonomische Umfeld sowie auf die Bauindustrie erschwert. Insgesamt wird die Weltwirtschaft weiterhin erheblichen Unwägbarkeiten ausgesetzt sein.

    Die Nachfrage in der Bauindustrie hat sich nach den starken Rückgängen seit Mitte 2022 im Jahr 2025 insgesamt stabilisiert, mit einer je nach Land/Markt unterschiedlichen Entwicklung beim Neubau- und beim Renovationsgeschäft. In Europa wird im Jahr 2026 insgesamt ein leichtes Marktwachstum, jedoch noch keine breite Markterholung erwartet. Im Wohnungsneubau wird weiterhin von einer positiven Entwicklung ausgegangen. Darauf deutet die Trendumkehr bei den Baugenehmigungen in Europa hin, die nach den starken Einbrüchen in den Jahren 2022 bis 2024 im zweiten Halbjahr 2025 um 5 Prozent und im ersten Quartal 2026 um 8 Prozent zugenommen haben. Für das Renovationsgeschäft, das rund 60 Prozent zum Geberit Umsatz beiträgt, wird ebenfalls eine positive Entwicklung erwartet. Ausserhalb Europas wird für die Bauindustrie ein gemischtes Bild erwartet. In mehreren Märkten, beispielsweise in Indien, wird eine weiterhin starke Nachfrage prognostiziert. In China hingegen wird aufgrund der eingebrochenen Neubautätigkeit ein fortgesetzter Rückgang der Marktnachfrage erwartet.

    Vor dem Hintergrund eines verbesserten Marktumfelds bleibt es für das restliche 2026 weiterhin das Ziel, die Marktposition von Geberit durch gezielte strategische Initiativen weiter auszubauen – beispielsweise durch:

    ♦ Wachstum durch etablierte Produkte sowie Produktneuheiten des Jahres 2026 und der Vorjahre,
    ♦ Investitionen in IT, Digitalisierung und künstliche Intelligenz,
    ♦ neue, auf Endkunden, Architekten und Designer ausgerichtete Marketingaktivitäten und
    ♦ die Erweiterung und Erneuerung von Logistikkapazitäten.

    Die Unternehmensleitung sieht Geberit gut aufgestellt, um die Marktposition weiter auszubauen. Diese Einschätzung basiert auf der stabilen und langfristig ausgerichteten Strategie, dem bewährten Geschäftsmodell mit starken Kundenbeziehungen sowie der industrieführenden finanziellen Stabilität.

     

    Geberit Gruppe

    Die weltweit tätige Geberit Gruppe ist europäischer Marktführer für Sanitärprodukte und feierte im Jahr 2024 ihr 150-jähriges Bestehen. Geberit verfügt in den meisten Ländern Europas über eine starke lokale Präsenz und kann dadurch sowohl auf dem Gebiet der Sanitärtechnik als auch im Bereich der Badezimmerkeramiken einzigartige Mehrwerte bieten. Die Fertigungskapazitäten umfassen 26 Produktionswerke, davon 4 in Übersee.

     

    Der Konzernhauptsitz befindet sich in Rapperswil-Jona in der Schweiz. Mit rund 11’000 Mitarbeitenden in rund 50 Ländern erzielte Geberit 2025 einen Nettoumsatz von CHF 3,2 Milliarden. Die Geberit Aktien sind an der SIX Swiss Exchange kotiert und seit 2012 Bestandteil des SMI (Swiss Market Index).  www.geberit.com